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Antennen, Cyborgs, Couch-Potatos : Schnittstellen zwischen Körpern und Medien

Medienwissenschaft Braunschweig Sose 2006.

Wo treffen sich Körper und Medium? Bekanntlich schlug Marshall McLuhan vor, Medien als Ausweitungen des menschlichen Körpers zu verstehen. Das Radio als Erweiterung des Ohres, den Film als Ausweitung des Auges zu verstehen, evoziert das Bild einer konstitutiven Austauschbarkeit und Transgression von Körper und technischer Apparatur. Ist es das Bild einer humanen Technik oder einer technisch überformten Leiblichkeit, das auf diese Weise sichtbar wird?

Bemerkenswerterweise lässt sich im Science-Fiction Film der 1980er und 1990er Jahre eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage der Grenzüberschreitungen zwischen Körper, Technik und Medien beobachten. Das Seminar wird diesen filmischen Diskurs anhand ausgewählter Beispiele nachvollziehen. Wichtig sind hierfür insbesondere populäre Figuren wie Telepathen, Cyborgs und Mutanten, die so zahlreich den SF-Film bevölkern. Das Ziel des Seminars ist es, ausgehend von der Betrachtung filmischer Beispiele, Film- und Medientheorie miteinander in Dialog zu bringen.

Anmerkung: Der Ausdruck Couch-Potato (aus dem US-amerikanischen Slang) bezeichnet eine Person, die ihre Zeit auf einer Couch oder einem Sessel fernsehend verbringt, meist in Unterwäsche, ggf. mit einem Bier in der Hand. Normalerweise wird auch angenommen, dass Couch-Potatoes übergewichtig oder von unschöner Erscheinung sind. (Wikipedia) Im übertragenen Sinne werden mit dem Begriff auch Personen gekennzeichet, welchen es an Eigeninitiative mangelt und welche nur schwer für eine Sache zu begeistern sind.

Empfohlene Literatur zur Einführung:

  • Donna Haraway: Ein Manifest für Cyborgs. Feminismus im Streit mit den Technowissenschaften. In: Ders.: Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen. hg. v. C. Hammer und I. Stieß. Frankfurt 1995.
  • Martin Friesenbiller: Der Ton in Videodrome. In: Und das Wort ist Fleisch geworden. Texte über Filme von David Cronenberg. hg. v. Drehli Robnik und Michael Palm. Wien 1992.
Dieser Beitrag wurde am Freitag, 31. Juli 2009 um 18:33 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Seminare abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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