Das Seminar befasst sich mit der filmischen Gestalt von Utopien und Anti-Utopien im Zukunftsfilm der 1950er Jahre. Das Jahrzehnt nach dem Ende des 2. Weltkriegs ist von tiefen Widersprüchen gekennzeichnet: Ein radikaler Fortschrittsoptimismus, der noch keinen Begriff von den »Grenzen des Wachstums« hat und goldene Zukünfte und allgemeinen Wohlstand für alle erhofft, steht in spannungsreichem Verhältnis zu kollektiven Angstphantasien.
Bringt die Zukunft allwissende Elektronengehirne, Atomkriege, Flüge zum Mond oder die Emanzipation der Frau? Oder droht vielleicht eine kommunistische Invasion aus dem Weltall? Das Seminar geht der Verfasstheit des SF-Films der 50er Jahre nach und fragt, aufbauend auf der Analyse einzelner Filme, nach den Bildern und Strategien, mit denen der SF-Film jener Zeit operiert.
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