Dieser Text ist eine experimentelle Collage, die von der Frage ausgeht, was mit dem Müll vor sich geht, der sich tagtäglich auf unseren PCs ansammelt. Im Zentrum steht dabei der Umgang mit digitalen Klangschnipseln und die Techniken von Sampling und Resampling. Welches Verhältnis haben wir zu unserem Datenmüll? Müssen wir das Sampling von Musikbruchstücken möglicherweise als ökologische Praxis, als Recycling von potentiellem Daten-Abfall interpretieren?
“Immer wenn für lange Zeit geschraubt, gefiltert, geschnitten und montiert wurde (der Computer ist eine Werkstatt, keine vollständige Fabrik), bleiben Schnipsel übrig, die niemand haben will. Stehen sie im virtuellen Speicher, dann landen sie nicht einmal im gnädigen Zwischenlager
ENTFERNEN,
sondern werden durch schlichtes Verschieben von Adressen ins Nichts gestoßen, ins Chaos der verfügbaren Speicherwerte. Sie sind des Speicherns nicht für wert befunden. [...]“
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