Museen sind kulturelle Gedächtnisspeicher und Orte der Wissensvermittlung. Sie können einerseits selbst als ‘Medien’ aufgefasst werden und andererseits inkorporieren sie andere Medien und nutzen diese für spezifische Inszenierungsweisen in unterschiedlichen Ausstellungskonzepten. Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass zahlreiche Museen ihre reale Präsenz mit Online-Angeboten in virtuellen Räumen ergänzen. Beispiele hierfür sind Museen in Second Life, virtuelle Ausstellungsrundgänge und die Zugänglichkeit von Sammlungen im Internet.
Wie ‘lenken’ Museen ihre Besucher mithilfe medialer Arrangements? Welche Funktion nehmen dabei mediale Angebote wie Audio-Guides, Kataloge, Broschüren und interaktive Info-Terminals ein? Welche Betrachterpositionen lassen sich gegenwärtig im Spannungsfeld von kontemplativem Kunstgenuss, spielerischer Neugier und informationsorientierter Wissensaneignung identifizieren?